Hausrat-Inventarliste erstellen
Stand: 17. August 2026 · Von Nils Harder, Entwickler von Hausschatz
Eine Inventarliste des eigenen Hausrats klingt nach Arbeit, und genau deshalb haben die wenigsten eine. Dabei ist der Nutzen greifbar: Du weißt, was du besitzt, was es einmal gekostet hat und wo die Belege liegen. Das hilft beim Aufräumen und Ausmisten, beim Umzug, bei der Einschätzung deines Hausrats und im Ernstfall, wenn du nach einem Einbruch oder Wasserschaden Angaben zu deinen Sachen machen musst.
Der wichtigste Rat vorweg, aus eigener Erfahrung: Meine erste Liste ist genau daran gescheitert, dass ich alles auf einmal erfassen wollte. Fang klein an. Eine Liste mit einem einzigen fertig erfassten Raum ist mehr wert als der Plan einer perfekten Gesamtliste.
Schritt 1: Räume festlegen
Gliedere deine Liste nach Räumen, nicht nach Kategorien. Räume sind der natürliche Weg, wie du deine Wohnung durchgehst, und du siehst sofort, wo du schon fertig bist. Übliche Aufteilung: Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Bad, Flur, Arbeitszimmer, Keller, Dachboden, Garage. Balkon und Abstellraum nicht vergessen. Was dabei überhaupt alles zählt, zeigt der Überblick Was gehört zum Hausrat?
Schritt 2: Mit dem wertvollsten Raum beginnen
Starte dort, wo am meisten Wert steht, meistens im Wohnzimmer (Fernseher, HiFi, Möbel) oder im Arbeitszimmer (Computer, Monitore, Kamera). So hat deine Liste schon nach dem ersten Abend den größten Teil ihres Nutzens.
Schritt 3: Je Gegenstand die richtigen Angaben erfassen
Du brauchst nicht jedes Detail. Bewährt haben sich:
- Bezeichnung, so konkret wie nötig (Hersteller, Produktart, Größe statt nur “Fernseher”)
- Wert, in der Regel der Kaufpreis; wenn du ihn nicht mehr weißt, eine ehrliche Schätzung
- Kaufdatum, zumindest das Jahr
- Seriennummer bei Elektronik und Wertgegenständen; sie steht meist auf einem Aufkleber an der Rückseite oder Unterseite
- Foto des Gegenstands und, falls vorhanden, des Kaufbelegs
Kleinkram musst du nicht einzeln erfassen. Für Besteck, Bücher oder Kleidung reicht oft ein Sammeleintrag je Schrank oder Regal mit einem Foto und einer Summenschätzung. Als Faustregel für Neues: Beleg aufheben ab etwa 50 Euro, eigener Eintrag in der Liste ab etwa 100 Euro.
Schritt 4: Fotos direkt beim Erfassen machen
Ein Foto sagt im Zweifel mehr als jede Beschreibung: Es dokumentiert nachvollziehbar, dass es den Gegenstand gab und in welchem Zustand er war. Fotografiere den Gegenstand als Ganzes und bei Elektronik zusätzlich das Typenschild mit der Seriennummer. Wie du dabei am besten vorgehst, steht im Artikel über das Fotografieren des Hausrats.
Schritt 5: Belege zuordnen
Rechnungen und Quittungen gehören direkt zum jeweiligen Gegenstand, nicht in einen separaten Schuhkarton. Fotografiere den Beleg ab und lege ihn beim Eintrag ab. Mehr dazu im Artikel über das Aufbewahren von Belegen.
Schritt 6: Aktuell halten
Eine Inventarliste ist kein einmaliges Projekt. Nimm dir vor, neue Anschaffungen ab etwa 100 Euro direkt beim Auspacken zu erfassen; das dauert eine Minute, solange Karton und Rechnung noch auf dem Tisch liegen. Einmal im Jahr, zum Beispiel beim Frühjahrsputz, gehst du die Liste kurz durch und wirfst raus, was du nicht mehr besitzt.
Womit erfassen?
Papier, Tabelle oder App spielen eine kleinere Rolle als die Frage, ob du die Liste wirklich führst und ob du im Ernstfall an sie herankommst, auch wenn die Wohnung selbst betroffen ist. Bewahre deshalb eine Kopie außerhalb der Wohnung auf, zum Beispiel als PDF-Export.
Wenn du es auf dem iPhone erledigen willst: Genau dafür gibt es Hausschatz. Räume anlegen, Gegenstände mit Fotos, Belegen und Werten erfassen, dokumentierte Werte je Raum sehen und alles als PDF exportieren. Alle Daten bleiben dabei lokal auf deinem Gerät.